Das Haus am See
Das Haus am See

Wissenswertes um die Saga zu Byhleguhre

Die Valentinseiche, auch magische Hochzeitseiche genannt, wurde der Saga nach zum Treffpunkt der jungen Verliebten. Auch heute noch ist es Brauch, eine Pforte aus Eichenlaub zu flechten und diese vor dem Hochzeitshaus aufzustellen, durch die das frisch vermählte Brautpaar schreitet.

Die verkohlten Holznägel kann man noch heute gelegentlich am Ufer des Byhleguhrer Sees finden. Denn sie sind unvergänglich. Sie sind ein Zeichen der Fruchtbarkeit und der Liebe. Diese werden von den Schwänen immer wieder an Land getragen. Der Finder dieser Nägel darf seinen Fund nicht preisgeben und nicht sprechen, da sonst der Teufel aus seinem Ort der Verdammnis befreit wird. Man werfe den Nagel über die linke Schulter und entferne sich 73 Fuß mit einem heimlichen Wunsch.

Jeder, der an der Valentinseiche vorübergeht, sieht drei Triebe - den verkohlten Teufelstrieb und die zwei Triebe der Liebe - den Valentina- und den Valentinstrieb. Beide kann man genau erkennen und unterscheiden. Ein Jeder muss sie unbedingt berühren, um das gewünschte Glück und die Liebe zu empfangen.
Braut und Bräutigam sowie alle Verliebten übergeben dieser Eiche ihre Wünsche in einem Kuvert und lassen sie in den ausgebrannten Trieb bis auf die Wurzel fallen. In den darauf folgenden Nächten, wenn die Sonne am Abend in goldrotem Schimmer untergeht, kommen Valentina und Valentin, um alle Briefe zu holen und einzulösen.

Die Münze, die Valentina aus ihrer Heimat mitbrachte, kann man heute im Museum für Ur- und Frühgeschichte in Cottbus bestaunen. Die Mühle, welche einst als Windmühle aus Holz auf dem weißen Berg stand, wurde im 19.Jahrhundert durch einen roten Backsteinbau an den Fuß des Berges auf der Grobbe ersetzt. Die roten Backsteine sind ein Dank an die Verliebten von den Generationen an Müllern in Byhleguhre (weißer Berg).

Und noch immer könnt Ihr in der Abenddämmerung das verliebte Paar über den See tanzen sehen. Dann küsst Euch und wünscht Euch leise ihr Glück teilen zu dürfen.